Filmland Belgien

Zuletzt machte Belgien durch die Oscar-Nominierung von Felix Van Groeningens Film „The Broken Circle (The Broken Circle Breakdown)“ von sich reden – auch wenn der Film letztendlich dann doch keinen Oscar erhielt. Bei Filmfestspielen wie dem von Cannes hat das eigenständige und feine Autorenkino Belgiens aber schon mehrere Preise eingeheimst, zum Beispiel gewannen „Rosetta“ und „L’enfant“ bereits Palmen. Filme wie „Frohe Weihnachten“ mit Daniel Brühl, „Irina Palm“ mit Marianne Faithful oder Bille August’s „Goodbye Bafana“ erreichten ein großes Publikum, „Hasta la vista“ erhielt gar den europäischen Filmpreis.

In den vergangenen Jahren ist Belgien bei vielen Filmproduktionen in den Fokus gerückt, die Zahl internationaler Koproduktionen mit belgischer Beteiligung ständig gestiegen. Grund dafür ist das Tax Shelter-Gesetz. Dieses führte Belgien 2003 ein und machte so die Produktion von Filmen mit belgischer Beteiligung für Filmproduktionen besonders interessant.

Kurz gefasst: in Belgien können steuerpflichtige Firmen Geld in Filmproduktionen investieren und im Gegenzug steuerliche Vorteile genießen. Das investierte Geld wiederum muss der Filmproduzent in Belgien ausgeben. So profitiert wiederum die audiovisuelle Wirtschaft des Landes.

Frankreich ist bisher Spitzenreiter für Koproduktionen, mit Filmen wie „Rien à déclarer – Nichts zu verzollen“ oder „Les enfants de Timpelbach“, der zum größten Teil an der Hergenrather Emmaburg gedreht wurde.

Deutsch-belgische Koproduktionen sind dank der Aktivitäten der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Aufwind: Sie trägt dazu bei, das Tax Shelter-System in Deutschland bekannt zu machen und deutsche Filmproduzenten bei Koproduktionen in ganz Belgien zu unterstützen. Mehr dazu erfahren Sie unter den Menüpunkten Tax Shelter und Rolle der DG.