Bürgerfernsehen: der Offene Kanal

Wer sich mit Filmemachen beschäftigen oder selbst Filme produzieren möchte, kann dies bei dem Bürger-TV-Sender „Offener Kanal Ostbelgien“ tun. Der Sender entstand 1999. Er ist das einzige Bürgerfernsehen in ganz Belgien. Die DG übernahm das Konzept aus Deutschland. Dort ging im Januar 1984 der erste Offene Kanal in Ludwigshafen auf Sendung.

Der Offene Kanal ermöglicht seinen Nutzern die Teilhabe an der Meinungsbildung der Bürger und die Verbreitung von Informationen in der Region. Die Devise heißt „Learning by doing“. So können alle interessierten Bürger eigene Erfahrungen mit der Produktion von Programmen machen: mit dem Einsatz von Technik, den Umgang mit Sprache und Bildern, der Organisation und Durchführung einer Produktion.

Das benötigte Material stellt der Offene Kanal zur Verfügung. Zwei hauptamtliche Mitarbeiter stellen die wöchentliche Sendung aus den eingereichten Beiträgen zusammen und betreuen die Technik. Das Angebot steht jedem Bürger offen, die Nutzung ist kostenlos. Die Themen sind frei wählbar. Rassistische, verleumderische oder volksverhetzende Inhalte sind natürlich nicht erlaubt.

Der Offene Kanal ist im Kabelnetz in den deutschsprachigen und den benachbarten französischsprachigen Gemeinden zu empfangen. Eine Mediathek im Internet ist in Vorbereitung.

Ein Team aus ehrenamtlichen Filmern des „Offenen Kanal Ostbelgien“ zeichnet außerdem die Plenarsitzungen im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf. Sie senden die Sitzungen live und strahlen sie am darauffolgenden Tag noch einmal aus. Die Sendungen sind im Kabelnetz zu sehen, das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft veröffentlicht die Aufnahmen ebenfalls auf seiner Internetseite.

Der Offene Kanal Ostbelgien beteiligt sich ebenfalls an Schulprojekten und Medienprojekten des Medienzentrums. Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter dem Menüpunkt „Angebote, Weiterbildung und Projekte“.